Presseerklärung
Geplante Beschleunigung der Express-S-Bahn zum Flughafen
Mit dem Bekanntwerden von Plänen der Deutschen Bahn AG, eine so genannte Express-S-Bahn-Linie mit einer verkürzten Fahrtzeit zwischen dem Hauptbahnhof und dem Flughafen München II einzusetzen, darf auf die dort wohnende Bevölkerung keine zusätzliche Belastung zukommen.
In diesem Sinne hat sich der CSU-Landtagsabgeordnete Joachim Unterländer an die Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft, Verkehr, Technologie und Landesentwicklung Emilia Müller, den Flughafenchef Michael Kerkloh und die Deutsche Bahn AG gewandt.
Der Brief hat folgenden Inhalt:
„Dem Vernehmen nach soll mit dem Fahrplanwechsel 2009 eine so genannte „Express-S-Bahn“ auf der Linie der S 1 mit einer Fahrtzeitverkürzung zwischen 12 und 16 Minuten realisiert werden.
Sollte dies der Fall sein, sind auch die Belange der betroffenen Bevölkerung entlang der Bahnlinie entsprechend zu beachten und zu berücksichtigen.
In diesem Zusammenhang bitte ich als örtlicher Stimmkreisabgeordneter für die Bereiche Moosach, Fasanerie-Nord, Lerchenau und Feldmoching um die Beachtung folgender Bedingungen bzw. Beantwortung folgender Fragestellungen:
- Die Einführung dieser Linie darf zu keiner zusätzlichen Lärmbelastung der Anwohner führen. Gibt es in diesem Zusammenhang bereits Schätzungen, wie sich das erhöhte Zugaufkommen auf die Lärmentwicklung auswirkt, und was soll dagegen getan werden?
- Für die Nutzer der S-Bahn-Haltestellen Fasanerie-Nord und Feldmoching darf sich keine Verschlechterung in der Anbindung ergeben.
- Die ohnehin langen Schließzeiten der Bahnschranken an den schienengleichen Bahnübergängen an der Feldmochinger und der Lerchenauer Straße dürfen nicht weiter erhöht werden. Stattdessen muss im Zuge der Modernisierung der gesamten Anlagen die Schließzeit insgesamt pro vorbeifahrendem Zug verkürzt werden.
Diese „kleine Lösung“ ist einer Express-S-Bahn auf der Bahnlinie München-Regensburg bzw. der geplanten Transrapid-Trasse zwar vorzuziehen, sie darf aber ohne Mitwirkungsmöglichkeiten für die betroffenen Anwohner und die zuständigen Gremien nicht realisiert werden.
Ich bitte sehr herzlich, diese Überlegungen bei der Umsetzung des Konzeptes zu berücksichtigen.
Ich erlaube mir auch, diese Fragestellungen in der Öffentlichkeit zu diskutieren.“
Verantwortlich:
Joachim Unterländer
