Presseerklärung
Joachim Unterländer betont Stellenwert des Faches Religion und initiiert Fachgespräch der CSU-Landtagsfraktion zur Zukunft des Religionsunterrichts in Bayern
„Der Religionsunterricht hat – gerade in einer Zeit gesellschaftlicher Veränderungen und zunehmender Aushöhlung grundlegender Werte – einen zentralen Stellenwert. Dieser muss aufrechterhalten und gestärkt werden. Gerade in diesem Fach gelingt es uns, den jungen Menschen grundlegende Werte wie Solidarität, Verantwortungsbereitschaft, Toleranz und Ehrlichkeit zu vermitteln“, betonte Joachim Unterländer, MdL, Beauftragter für Fragen der katholischen Kirche der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag. Religionsunterricht sei nicht nur Vermittlung von Wissen über die eigene und weitere Religionen. Vielmehr werde hier auch konkret Lebenskunde vermittelt und den Schülerinnen und Schülern die Befähigung zu ihrer sozialen Entfaltung und einer eigenverantwortlichen Lebensführung mitgegeben.
„Im Fach Religion muss es genügend Freiraum geben, um aktuelle Ereignisse aufzugreifen und beispielsweise mit den Kindern und Jugendlichen über ihre Auffassungen zur Institution Kirche und deren Antworten auf wichtige Lebensfragen zu diskutieren“, forderte der Abgeordnete. Aufgegriffen werden müsse auch die in der 15. Shell-Jugendstudie festgestellte Tendenz junger Menschen zu einer „Religion light“ bzw. „Patch-Work-Religion“, bestehend aus religiösen und pseudoreligiösen Versatzstükken. Mittelfristig müsse die dritte Wochenstunde in Religion an der Grundschule wieder eingeführt werden. Keinesfalls dürfe es außerdem in den weiterführenden Schulen, vor allem beim G 8, eine Änderung des Ansatzes von zwei Wochenstunden geben. Auch das Schulgebet solle, insbesondere im Grundschulbereich, einen angemessenen Stellenwert erhalten.
Unterländer kündigte ein Fachgespräch von Bildungspolitikern und der kirchlichen Beauftragten der CSU-Landtagsfraktion über einen zukunftsorientierten Religions-unterricht im Freistaat Bayern an, zu dem insbesondere Vertreter der beiden christlichen Kirchen, der Religionslehrer, der Eltern und der Schüler eingeladen würden. Er unterstützte zudem die Absicht von Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, MdL, mit Spitzenvertretern der Kirchen über die Fortsetzung der 2007 gestarteten Initiative „Werte machen stark“ zu diskutieren und mit Hilfe von Best-Practice-Beispielen Wertevermittlung und Persönlichkeitsbildung der Schüler gemeinsam mit Verantwortungsträgern aus Kirche, Staat und Gesellschaft voranzutreiben.
Verantwortlich:
Joachim Unterländer
