Presseerklärung


Dienstag, 04. August 2009

Joachim Unterländer und Marian Offman fordern vergünstigte Angebote zur besseren Integration von Kindern aus sozial schwächeren Familien – Runder Tisch der Stadt München mit Freistaat, Vereinen, Kulturträgern und Wirtschaft angeregt

Der Münchner CSU-Landtagsabgeordnete Joachim Unterländer und CSU-Stadtrat Marian Offman regen an, zur besseren Integration von Kindern aus sozial schwächeren Familien in München vergünstigte Angebote von Vereinen und Kulturträgern zu schaffen. Dazu solle die Landeshauptstadt München einen Runden Tisch mit Vertretern des Freistaats Bayern, von Vereinen, Kulturträgern und aus der Wirtschaft einrichten, um über entsprechende Angebote und ihre Finanzierung zu beraten.

„Vereine und Träger kultureller Angebote könnten einen Teil der Kosten für Mitgliedschaften bzw. ihre Angebote übernehmen, die Differenz könnte durch Sponsoren aufgefangen werden. So wäre es beispielsweise möglich, Paten aus der Wirtschaft zu gewinnen, die ihrerseits einen Beitrag leisten“, erläuterten Offman und Unterländer ihren Vorschlag.

„Über 40 Prozent der Jugendlichen in München haben einen Migrationshintergrund; mehr als 20 Prozent der Kinder leben unter der Armutsgrenze. Diese Kinder sind hinsichtlich ihrer Entwicklung von vorneherein benachteiligt. Kinder mit Migrationshintergrund haben zusätzlich mit sprachlichen und kulturellen Problemen zu kämpfen“, erklärte Offman. „Die jüngst veranstaltete ´Woche für das Ehrenamt` der ARD hat wieder gezeigt, wie wichtig und sinnbringend die soziale und kulturelle Integration aller jungen Menschen in unsere Gesellschaft ist“, so Unterländer. Gerade kulturelle Angebote oder Sport seien als Freizeitbeschäftigungen von großer pädagogischer Bedeutung, erleichterten den jungen Menschen die Integration und ihre sprachliche Bildung und seien ein wichtiger Beitrag zur Gewaltprävention.

Für viele Familien gebe es aus finanziellen Erwägungen aber oftmals eine unüberwindbare Hemmschwelle, sich Vereinen anzuschließen oder kulturelle Angebote wahrzunehmen. „Diese Hemmschwelle wollen wir überwinden“, so Offman.

Profitieren von den vergünstigten Angeboten sollten Kinder aus Familien, die Hilfe zum Lebensunterhalt, Arbeitslosengeld II oder Wohngeld bezögen. „Daneben haben wir aber auch gerade die Menschen im Blick, die sich aus eigenen Kräften zwar immer wieder gerade so über Wasser halten können, sich aber zusätzliche Ausgaben nicht leisten können“, erklärte Unterländer.

Verantwortlich:
Joachim Unterländer