Presseerklärung
Kinderlose Ehepaare mit Kinderwunsch sind ein wichtiges Anliegen der Politik!
„Die Zahl der trotz Kinderwunsch kinderlos gebliebenen Paare bewegt sich auf einem zu hohen Niveau“, erklärt der Vorsitzende des Arbeitskreises für Soziales, Familie und Arbeit der CSU-Landtagsfraktion und Landesvorsitzende der Christlich-Sozialen Arbeitnehmerschaft, MdL Joachim Unterländer.
In Deutschland sind rund 1,5 Mio. Menschen, die in einer Partnerschaft leben, aus medizinischen Gründen ohne Kinder. Jährlich suchen ca. 800.000 Paare in Deutschland ärztlichen Rat. Eine künstliche Befruchtung ist für viele die letzte Hoffnung.
Die gegenwärtige Finanzierung von Kinderwunschbehandlungen stellt gerade für durchschnittlich verdienende Paare eine große Belastung dar. Ab dem vierten Versuch der künstlichen Befruchtung müssen die Betroffenen die Behandlungen ganz alleine zahlen.
Die Konsequenzen aus der aktuellen Finanzierungssituation sind in einem dramatischen Rückgang der Behandlungszahlen zu sehen. Nach der im Jahr 2004 durchgeführten Kürzung sind 55 % weniger Behandlungen bei Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch durchgeführt worden.
Dazu CSU-Sozialexperte MdL Joachim Unterländer: „Das Thema Kinderwunschbehand-lung und finanzielle Entlastung muss wieder auf die Tagesordnung. Bei anstehenden gesundheitspolitischen Reformen bietet sich dazu ebenso eine Chance wie in der familienpolitischen Diskussion. Wenigstens muss daran gedacht werden, im Rahmen eines sogenannten partnerschaftlichen Modells zur Förderung von Kinderwunsch-behandlungen neben den Eltern die Krankenkassen und den Bund stärker ins Boot zu holen.“
Unterländer fordert, dass im Herbst über geeignete Modelle beraten und eine Entscheidung herbeigeführt werden muss.
Bisher haben Länder wie Sachsen und Sachsen-Anhalt länderspezifische Regelungen getroffen. Die CDU-Fraktionen der Bundesländer Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern fordern eine Regelung zur einkommensunabhängigen anteiligen Kostenübernahme des Bundes für Maßnahmen der künstlichen Befruchtung bei Paaren mit Kinderwunsch, damit diese finanziell entlastet werden, und auch Paaren mit geringem Einkommen künftig die Inanspruchnahme von Kinderwunschbehandlungen wieder ermöglicht wird.
MdL Joachim Unterländer: „Wir werden selbst Initiativen starten, die die Diskussion auf Bundes- und Länderebene beleben.“
